2017-01-14

SX RaceGUARD sorgt für mehr Sicherheit und Fairness

Der ADAC Westfalen wurde erneut seiner Vorreiterrolle in Sachen Sicherheit im Motorradsport gerecht: Beim ADAC Supercross Dortmund kamen im vergangenen Jahr erstmals sogenannte Flashlights als Ergänzung zu den Flaggensignalen der Sportwarte auf dem engen Rennparcours zum Einsatz. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt gehören die LED-Leuchten – das System trägt nun den Namen SX RaceGUARD – auf den Supercross-Strecken des ADAC SX Cup mittlerweile zur Standardausrüstung.

„Wir haben in der Rennleitung schon vor Jahren überlegt, wie man die Signalgebung für die Fahrer während der Trainings und Rennen weiter verbessern könnte“, sagt Marcel Dornhöfer, permanenter Race Director der Supercross-Winterserie. „Schnell kamen wir dabei auf Lichtsignale, die für die Fahrer, auf die im Einsatz unglaublich viele optische und akustische Eindrücke wirken, besonders gut sichtbar sind.“ Im vergangenen Jahr wurden die Flashlights an gleicher Stelle in Dortmund erstmals testweise eingesetzt und stießen sowohl bei den Helfern, als auch den Teilnehmern schnell auf Zustimmung. „Natürlich müssen sich alle Beteiligten erst einmal daran gewöhnen“, sagt Dornhöfer. „Das ging aber sehr schnell, so dass wir uns in dieser Saison dazu entschlossen haben, sie bei allen vier Veranstaltungen einzusetzen.“

Die Flashlights ersetzen an bestimmten Streckenabschnitten die Flaggensignale der Sportwarte der Streckensicherung. Eine gelbe Flagge deutet beispielsweise auf eine Gefahrenstelle hin. Es herrscht Überholverbot und die Geschwindigkeit muss reduziert werden. Analog dazu dient nun das gelbe Blinklicht. „Wir haben von einer erhöhten Position unter dem Hallendach aus die ganze Strecke im Blick“, sagt Karsten Schneider, Operator des MX RaceGUARDS. „Normalerweise lösen die Sportwarte die Lichtsignale ihrerseits aus. Wir können von unserer Position aber auch eingreifen und die Flashlights ein- und ausschalten.“

Die Tatsache, dass sie nun mit einem Funkschalter die Signale geben, erhöht die Sicherheit der Helfer an der Strecke enorm. Sie können Gefahrenbereiche meiden und haben mehr Abstand zum Geschehen. „Die Arbeit der Sportwarte verändert sich – wir haben aber nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, sie durch die Flashlights zu ersetzen. Unsere Helfer bekleiden nach wie vor enorm wichtige Funktionen und sind unersetzlich“, sagt Dornhöfer. „Gerade bei einem Sturz ist es absolut notwendig, dass Sportwarte unmittelbar vor Ort sind, um schnell eingreifen zu können.“

Für die Fahrer haben die Flashlights übrigens noch einen weiteren Vorteil. Neben der verbesserten Wahrnehmung der Signale wird auch das Renngeschehen deutlich weniger beeinflusst. „Wir können von unserer Position aus sehr genau beobachten, dass wir die Abstände der Fahrer zueinander möglichst wenig beeinflussen“, erklärt Schneider. „So bleiben die Abstände vor, während und nach einer Gefahrensituation möglichst identisch. Das erhöht den sportlichen Wettkampf und sorgt so für mehr Fairness.“

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